Uganda – 1. Tag, Ankunft in Entebbe

18 08 2018

Sa. 18. August 2018

Mit einer Stunde Verspätung sind wir gut in Entebbe gelandet. Robert, unser Guide und Fahrer für die nächsten 2 1/2 Wochen, hat uns herzlich mit seiner grünen Mamba (einem grünen Jeep) empfangen. Nach einem kurzen Stopp an einer ATM und einem Supermarkt für Drinks und Chips sind wir ziemlich müde um 16.00h in unserer Unterkunft, dem Pineapple Guesthouse, angekommen. Auf unserer kleinen Terrasse mit Sicht auf den Victoriasee, dem zweitgrößten See der Welt (die Schweiz hätte 68x in ihm Platz), genossen wir den ersten Gin & Tonic in Uganda.

Danach blieb Zeit für einen kurzen Powernap bevor wir uns ins Nachtleben von Entebbe stürzten. Okay, dies ist etwas übertrieben, wir gingen in ein sehr schönes Strandrestaurant mit Livemusik direkt am Victoriasee. Die sehr nette Atmosphäre half darüber hinweg zu sehen, dass wir zwei Stunden auf das Essen warten mussten. Erschlagen vom langen Reisetag freuten wir uns anschließend auf das Bett, auch wenn es erst 21.00 Uhr war.

Ach ja, so allgemeines:
Die Zeitverschiebung zur Schweiz beträgt +1h. Die Währung ist der Uganda Schilling (1000 Schilling sind ca. 0.27 Chf). Die Hauptstadt ist Kampala, liegt 35km neben Entebbe und hat ca. 3 Mio. Einwohner. Uganda hat ca. 35 Mio. Einwohner, liegt in Ostafrika und grenzt an die Länder Südsudan im Norden, Kenya im Osten, Tansania und Ruanda im Süden und an die Demokratische Republik Kongo im Westen. Und Robert ist ein richtiger Afrikaner, mit 4 Frauen und 12 Kindern, many more to come… ah nein, natürlich nicht 😉 nur eine Frau und 4 Kinder, zwei davon an der Universität am studieren. Die Welt ist also immer noch in Ordnung 😎



Rückblick

23 02 2014

Vom 15.6.2010 bis zum 1.9.2011 waren wir auf unserer Weltreise unterwegs. Der Blog hier ist noch immer eine tolle Erinnerung!
In der Zwischenzeit arbeiten wir wieder beide und basteln uns im Rahmen unserer Möglichkeiten unsere keinen Traumreisen: Frankreich, NYC mit dem US Open, Dubai, Hawaii, finnisch Lappland … und wer weiss, was in 2014 noch dazukommt…! Träume hätten wir jedenfalls noch genug 🙂



USA: Florida & New York

19 09 2011

19.8.2011-31.8.2011

Was freuten wir uns auf Amerika! Schluss mit der Reiserei in Bussen und Shuttles und Übernachtungen in Hostels. Uns erwartete in Florida ein Mietauto und mehr oder weniger komfortable Motels und in New York durften wir die paar Tage bei Lilian in Queens wohnen. Zudem wollten wir endlich unsere Kleider ausmisten und uns mit dem einen oder anderen neuen Teil eindecken.

Unsere Ankunft in den USA begann gleich wie unsere Ausreise drei Monate zuvor aus LA: mit einigen Komplikationen… Für die Zollformalitäten standen wir über eine Stunde in der Schlange, es ging und ging einfach nicht vorwärts – und da motzt man über das langsame Prozedere in Zentralamerika? *pffff* Als wir dann endlich durch waren und unser Auto übernehmen wollten, stellten wir fest, dass mein Internationaler Führerschein abgelaufen ist und ich meinen Schweizerischen nicht dabei hatte… Ergo musste Sara ran und das bedeutete, dass ich 7 Tage lang durch Florida rumchauffiert wurde – herrlich 🙂

Wir wussten ja nicht so recht, was wir in Florida unternehmen wollten, aber nach diversen Tipps von Euch zu Hause – DankeDankeDanke! – stand schliesslich auch unser Programm:
Zuerst verschafften wir uns gleich nach Übernahme des Autos einen kurzen Eindruck von Fort Lauderdale und Miami Beach: doch, das gefiel uns ganz gut, hier wollten wir uns auf jeden Fall noch etwas genauer umschauen.
Allerdings wollten wir gleich als erstes nach Key West und so machten wir uns auf den Weg zum südöstlichsten Punkt in den USA. Die Fahrt war schön (und lang) und als wir dann endlich ankamen, hatten wir uns den Kaffee und Sara sich die Key Lime Torte – eine Spezialität von Key West – redlich verdient! Wir suchten uns eine Unterkunft und machten uns abends auf in die Flaniermeile. Einmal hoch, einmal runter – war’s das? Nein! Natürlich konnten wir die Drag Queen Show nicht einfach links liegen lassen und auch wenn uns schon halb die Augen zu fielen, das wollten wir nicht verpassen!! Und es war äusserst unterhaltsam 🙂
Am nächsten Morgen hiess es aber bereits wieder Abschiednehmen: Zeit für Miami Beach. Wir gönnten uns dort nochmals richtig was (für unsere Verhältnisse) und stiegen im trendy Hotel Dream South Beach ab. Auf unserem abwechslungsreichen Programm stand Windowshopping, Zimmer geniessen und Leute schauen – ein gute Mischung 🙂 Natürlich durfte auch eine kurze Joggingeinheit dem Miami Beach entlang mit den möchte-gern- Schönen und all den anderen fitten Turnschuhen nicht fehlen.
Nach zwei Nächten war aber auch hier Schluss mit Lustig und wir fuhren eben mal schnell zu Megan & Steve nach Orlando, eine „kurze“ 4-stündige Autofahrt entfernt. Wir haben die beiden auf ihrem Honeymoon in Aitutaki kennen gelernt und abgemacht, dass wir uns in Florida wieder sehen würden. Der Abend verging im Nu, es gab viel zu erzählen, feines zu Essen und ein paar Flaschen Wein zu leeren… Todmüde fielen wir schliesslich ins Bett. Langes Ausschlafen war dann am Tag danach gar nicht angesagt, denn Megan hatte für uns Gratistickets von Disney World und da muss man natürlich jede Minute auskosten! So schlenderten wir durch den Themenpark „Magic Kingdom“, vorbei an Mickey, Minney und Donald, den Pirates of the Caribbean, Peter Pan, Cinderella und wie sie alle heissen. Natürlich gingen wir auf eine Abenteuerreise mit den Piraten, schauten uns die Tanzshow vor Cindarellas Schloss an und säumten mit allen andern Besuchern die „Strassen“, als die Disney-Figuren in einem Umzug und grossem Tam-Tam durch den Park zogen 🙂 Auf dem Rückweg ging es in den „Epcot“-Park mit den Themenschwerpunkten „Zukunft“ und „Die Welt zu Gast“. Kaum kamen wir an, begann es wie aus Kübeln zu schütten, also war es Zeit für ein paar Aktivitäten im Trockenen. Wir unternahmen eine Reise in unsere Zukunft, fühlten uns als echte Weltraumastronauten, sorgten uns mit Simba um die Abfallproblematik der Welt und schauten uns in einer kurzen Reise Norwegen genauer an. Als die Sonne wieder hervorguckte, schlenderten wir durch Mexiko, Italien, China und Marokko – und machten uns anschliessend mit müden Beinen auf den Rückweg nach Miami bzw. Fort Lauderdale. Dort verbrachten wir den letzten Tag beim Shoppen in den Outlets von Fort Lauderdale – und zack-zack, war auch Florida bereits wieder Geschichte!

Glücklicherweise entkamen wir dem Hurricane Irene: sie hatte sich bereits für unsere letzten Tage in Florida angekündigt, drehte dann aber ab und bahnte sich ihren Weg auf dem Meer weiter nördlich. Was waren wir froh! Bis wir realisierten, dass sie spätestens kurz vor New York das Land erreichen und Inland drehen würde und zwar genau dann, wenn wir dort unsere letzten Tage verbringen würden! Das versprach nichts Gutes…
Unseren Flug tangierte dies noch nicht und wir kamen sicher aber mit etwas Verspätung am Freitagmorgen in New York an. Das Taxi brachte uns zu Lilians Haus, unserer Bleibe für die nächsten Tage. Ihr erinnert euch, auf dem Kilimandscharo hatten wir Lil und Anna kennen gelernt und danach noch ein paar lustige Tage mit ihnen und ihren beiden anderen Freundinnen Danielle und Esther auf Zanzibar verbracht. Für den Abend war eine grosse Zusammenkunft mit den Ladies geplant, wir freuten uns schon riesig! In der Zwischenzeit aber machten wir uns gepäckfrei auf den Weg nach Manhatten – das Shoppen konnte beginnen! 5th Avenue hoch und runter, rüber zum Times Square, rein und raus aus den Läden und schliesslich landeten wir erschöpft in einem Cafe an der Christopher Street. Natürlich hatten wir uns die Margeritas wohlverdient 😉 Und schwupps, schon war die Zeit vorbei und es war Meeting-Time! Wir trafen Lil, Danielle und Esther beim Inder und es wurde ein langer und unterhaltsamer Abend!

Irene wollte New York nicht verpassen und kündigte sich für Sonntagmorgen an, als ein Hurricane der Stärkekategorie 1 mit Winden bis zu 80 Meilen/Stunde. Bürgermeister Bloomberg und seine Kollegen beschlossen eine Zwangsevakuierung der gefährdeten Teile Manhattens und die Einstellung des U-Bahn-Betriebes ab Samstagmittag für unbestimmte Zeit. Für uns hatte das zur Folge, dass Shoppen sicher für die nächsten beiden Tage ausfiel 🙁 Wir beschlossen deshalb, Manhatten am Samstagmorgen noch einen kurzen Besuch abzustatten, vielleicht hatte ja der Sportladen am Unions Square doch noch offen? Nix war’s, sämtliche Geschäfte waren geschlossen, sogar der Starbucks für meinen Kaffee… Lediglich einige wenige Farmer liessen sich nicht einschüchtern und verkauften eifrig ihr Gemüse, ihre Früchte und feinen Käse. In Ermangelung der Alternativen entschieden wir uns für frischen Mozarella, Tomaten und eine Wassermelone – wir wollten das Geld einfach unbedingt loswerden! 😉
Nach unserer Rückkehr „nach Hause“ stand alles unter dem Motto „A warm Welcome for Irene“. Wir gingen Einkaufen und deckten uns mit dem Nötigsten ein, sodass uns nicht der Hungertod ereilen konnte: Wasser, Milch, Müesli und Schoggi – was braucht man mehr zum Überleben? Anschliessend klebten wir ein dickes X auf die Scheiben, falls Irene nicht durch die Türe reinkommen wollte. Wir füllten alle vorhanden Flaschen mit Wasser auf, stellten Taschenlampen, Batterien und Kerzen in Griffnähe, jeder durfte vor dem Schlafengehen nochmals Duschen und anschliessend füllten wir die Badewanne – jetzt waren wir vorbereitet!

Anna besuchte uns noch kurz vor dem grossen Sturm (sie hatte beim Essen gefehlt), und danach kochten wir uns feine Pasta. Mit Ratsch-Ratsch-Ratsch, ein bisschen Wein und immer mal wieder einem Blick auf die Wettersendungen am TV verging der Abend wie im Flug. Als wir um 3 Uhr schliesslich ins Bett krochen und nach einem tiefen, erholsamen Schlaf morgens um 11 Uhr aus dem Fenster guckten, war Irene schon vorbeigefegt! Die Spüle beim WC ging noch immer, der Kühlschrank kühlte weiter und das Licht brannte – es war also bei uns nichts Schlimmes geschehen. Der Blick in den TV zeigte: auch das übrige New York hatte nicht so stark gelitten wie befürchtet – zum Glück! Allerdings hatte es doch einige Regionen stärker getroffen, Lil’s Schwester z.B. auf Long Island war am Sonntagabend ohne Strom und es gab in weiteren betroffenen Gebieten einige Verwüstungen und auch Todesopfer zu verzeichnen. Die Bilder des Sturms im TV waren eindrücklich! Und obwohl es nur noch windete, zwar etwas stärker als sonst üblich, aber ansonsten trocken war, wurde die Bevölkerung angehalten, sich nicht mit gemütlichen Spaziergängen einen Überblick über die Verwüstungen von Irene zu verschaffen. Zu gefährlich stufte man noch immer die Gefahr von umknickenden Bäumen oder hängenden Stromkabeln ein. Natürlich hielten sich nicht alle daran, wir aber setzten keinen Fuss vors Haus, genossen Sofa und  TV und ein Nachmittagsschläfchen.
Schnell war klar, dass das Leben ab Montag wieder seinen gewohnten Gang nehmen konnte und so stand unserem Besuch am US Open nichts im Weg! Wir verbrachten dort bei sengender Hitze zwei Tage und genossen es einmal mehr total! „Tennis – vom Morge bis am Abig“ 😉 Mittwoch dann war unser letzter Tag und die paar Stunden bis zum „Baggage Drop“ am Flughafen (wir hatten am Vorabend bereits via Internet eingecheckt) verbrachten wir mit Powershopping: wirklich, es gab noch ein paar Dinge, die wir DRINGEND brauchten! *hihi*

Als wir wieder „zu Hause“ ankamen, dachten wir eigentlich, wir seien bestens im Zeitplan um „just in time“ ca. 2 Stunden vorher brav im Flughafen einzutrudeln. Also noch gemütlich ein letztes Müesli, Auslegeordnung fürs Packen, schnell unter die Dusche, ein Blick auf die Uhr und … uups! Schon 15.10! Hatten wir nicht geplant, um 15 Uhr zu gehen? Jetzt aber los! Ich hatte in einer Rekordzeit von 13 Minuten mich getrocknet, angezogen und gepackt (die Routine von 15 Monaten zahlte sich aus!) und hopp, hopp, raus mit uns und auf die U-Bahn. Gemäss Lil sollten wir es bis zum Flughafen in ca. 45 Minuten schaffen. Ähm, ja, natürlich – wenn man nicht WARTEN muss. Und ihr ahnt es schon: wir warteten… Kurz gesagt: die Fahrt dauert schliesslich rund 1 Stunde und 20 Minuten und das ungute Gefühl begleitete uns jede „verd…te“ Minute – bis wir schliesslich gestresst und keuchend vor dem Swiss-Checkin ankamen (um 16.45). Wohin wir wollten, fragte die nette Dame. „An der Schlange vorbei direkt ins Flugi“ hätte ich am liebsten gesagt. Aber brav sagten wir „Zürich“ und unsere Flugzeit (17.50). Der Flug sei bereits geschlossen, war ihre Antwort. „heul“! Aber halt, wir hatten doch Webcheckin gemacht, also „auch für den Baggage drop?“ Neeein, dafür natürlich nicht und schwupps, schon waren wir die ersten in der anderen, leeren Reihe – ja, gut so, genau wie wir uns das vorgestellt hatten 🙂 Also ganz easy Gepäck abgeben, Boardkarten ausdrucken lassen und jetzt ab durch die ganzen Checks etc. Und als das Boarden (Einsteigen ins Flugi) startete, hatten auch wir alle Kontrollen hinter uns. Für meinen Muffin reichte es allerdings und betrüblicherweise nicht mehr 🙁
Der Flieger war bis auf den letzten Platz besetzt, da durch Irene doch einige in NY unfreiwillig gestrandet waren. Natürlich gab es ganz viele neue Filme zu gucken. Das Dilemma war nur, dass wir eigentlich schlafen sollten, um nicht komplett ge-jetlag-ed zu Hause anzukommen… aber bei einer Flugzeit von 6 Stunden 40 Minuten und der Einschlafzeit von abends 19 Uhr war das einfach ein bisschen schwierig!

So kamen wir also mit einem ordentlichen Jetlag in Zürich an, denn Sara hatte nur kurz und ich gar nicht geschlafen. Und wir landeten viel zu früh, nämlich eine Stunde früher als geplant! Damit war ja auch klar, dass uns niemand erwarten würde, also mal ein SMS an Schumachers schicken, dass sie sich zwecks Abholung auf den Weg machen können. Und in der Zwischenzeit gönnen wir uns einen Kafi.
Also warteten wir ganz gemütlich auf unsere Rucksäcke und schlenderten durch den zollfreien Ausgang und – huch, da steht ja Mischa! Wow, was für eine Überraschung! Natürlich gab es ein grosses Hallihallo, wir freuten uns riesig, dass er es rechtzeitig geschafft hat (Internet sei dank!) und … uns zum Kafi einladen musste – denn, ohweh, wir hatten gar keine Schwiizerfränkli mehr dabei! Natürlich gab es ein grosses Ratsch-Ratsch, die Zeit verging im Flug und da trudelten auch schon Wendi, Maria und Désirée ein. Also das nächste grosse Hallihallo noch ein Kafi für alle, für mich einen „Bodyguard“ und wieder viel zu Erzählen. Schliesslich machten wir uns auf den „Heimweg“ und auf zum grossen Brunch in Regensdorf – wir freuten uns ja so auf Zopf, Butter und Gomfi, Schweizer Käse und Aufschnitt!

Ja, und so kamen wir also friedlich zu Hause an, Sara verbrachte den Tag mit ihrer Familie und ich bei meiner Nonna.

Somit ging unsere Weltreise nach 14 Monaten, 2 Wochen und 1 Tag zu Ende. Es war definitiv etwas vom Besten, was wir je gemacht haben!
In den nächsten Tagen werden wir für alle die es interessiert noch ein paar statistische Daten hochladen, erzählen was für uns das absolut Tollste war und werden Euch das eine oder andere Geheimnis verraten.

Bis bald also,
Sara & Tanja



Mexiko

28 08 2011

13.8.2011-18.8.2011

Unser Start in Mexiko war etwas mühsam: nicht nur hatten wir abends um 8 Uhr bereits eine lange Busfahrt hinter uns (12 Stunden von Guatemala), nein, es stand uns nochmals eine 4-stündige Fahrt bevor, nämlich nach Tulum – und dort galt es dann zuerst noch eine Unterkunft zu finden, denn wir hatten keinen Plan…

Morgens um 1 Uhr sassen wir also da, zusammen mit Ayelet & Uri, und hielten Kriegsrat. Während Uri und ich mal kurz die Hotels in der näheren Umgebung abklapperten und die Taxifahrer befragten, konsultierten Sara und Ayelet die Reiseführer. Schliesslich entschieden wir uns für eine Übernachtung am Strand, also liessen wir uns per Taxi dahin kutschieren. Was wir dann aber zu sehen bekamen, begeisterte uns gar nicht: ein einfaches Cabin, sprich Häuschen mit Bett, nicht weit entfernt vom Strand zwar, aber ohne Moskitonetz und mit „shared bathrooms“ (Gemeinschafts-WC und -Dusche). Das Ganze zu einem stolzen Preis – nein, danke! Ergo wieder rein ins Taxi und weiter mit der Diskussion – bis Sara der Geduldsfaden riss und sie das ganze Vorhaben beschleunigte: wir steuerten das nächste Hostel zurück in der Stadt an und entschieden uns schnell, für die paar übrig gebliebenen Stunden nicht mehr gross wählerisch zu sein.
Tagwach am nächsten Morgen und die Schwierigkeiten von der Nacht setzten sich nahtlos fort – jetzt mussten ein paar Entscheidungen gefällt werden: in Tulum bleiben und zum Strand wechseln? Wenn ja mit welchem Budget und wohin genau? Oder gleich weiter nach Playa del Carmen und dort einfach die restlichen 5 Tage relaxen?
Schliesslich mieteten wir einen Roller um uns wenigstens den Strand anzuschauen – angeblich soll er ja einer der Schönsten sein. Und wirklich, das war er: der Sand weiss und ganz fein und das Meer türkisblau, hach… *schwärm* Wir waren begeistert und wollten unbedingt bleiben. Nach etwas Suchen fanden wir im Hotel Luv Tulum (www.luvtulum.com) ein wunderschönes Zimmer mit Meersicht in einem zweistöckigen Cabin – es war einfach nur herrlich! So blieben wir am Ende drei Nächte und genossen das süsse Nichtstun, sünnele und bädele, lesen, ein bisschen Bilder sortieren und Berichte schreiben, schlafen, fein Essen und – damit wir nicht ganz rund nach Hause kommen – wir begannen mit ein bisschen joggen. Tja, es war einfach herrlich entspannend! Nur leider verging die Zeit viel zu schnell 🙁

In Playa del Carmen verbrachten wir anschliessend unsere zwei letzten Nächte in Mexiko. Diese waren nicht mehr so schön entspannend wie in Tulum: die Karaoke-Bar war gleich nebenan und spielte bis morgens um 4 Uhr, da halfen auch die Oropax nicht mehr viel. Aber was soll’s, es kann halt nicht immer (ein bisschen) deluxe sein 😉 Den Strand hatten wir schnell gesehen: auch wieder sehr schön, allerdings gepflastert mit Liegestühlen – es war bedeutend mehr los als in Tulum! Aber wir konzentrierten uns sowieso mehr aufs Windowshopping und das Flanieren in der Einkaufsmeile – für das ist Playa del Carmen schliesslich auch berühmt. Und so verging die Zeit im Nu und in praktisch Nullkommanichts sassen wir bereits im Flieger nach Florida.

So bildete Mexiko einen kurzen aber würdigen Abschluss von unserer Mittelamerikareise – auch wenn es auf der Yucatan-Halbinsel noch wesentlich mehr zu bestaunen gäbe. Wir hatten leider einfach nicht mehr Zeit als diese 6 Tage. Ein andermal vielleicht, und wer weiss, dann vielleicht auch noch mit einem Abstecher nach Belize?! Uns jedenfalls hat’s total gut gefallen!

… ja, Leutz, und während ich das hier schreibe, sitzen wir bereits im Flieger nach New York City. Unsere letzten Tage sind angebrochen und in nicht einmal mehr einer Woche sind wir bereits wieder zu Hause!
Der Bericht von Amerika wird dann wahrscheinlich unser Letzter sein, aber auch da haben wir wieder Spannendes erlebt! 😉

Tschau zäme und bis bald!
Sara und Tanja



Guatemala

25 08 2011

7.8.2011-12.8.2011

Unsere Reise durch Guatemala mussten wir etwas kürzer halten als ursprünglich geplant und so beschränkten wir uns auf vier Must-See’s:

  • Antigua, eine alte, koloniale Stadt mit beeindruckenden Kirchen und Gebäuden
  • Lago de Atitlan, ein See umgeben von Vulkanen in einer faszinierenden Landschaft
  • Semuc Champey, ein Fluss mit wunderschönen und natürlich geformten Wasserpools
  • Tikal, eine der bedeutendsten Städte während der Maya-Periode und wahrscheinlich die berühmteste Maya-Ruine

Im Shuttlebus ging es also von Copan nach Antigua, morgens um 6 Uhr. Sara waren doch noch ein paar Minuten Schlaf gegönnt, ich war relativ ausgeruht.
Wer das Gefühl hat, ein Shuttlebus sei der Luxus eines Backpackers, der irrt gewaltig: dies gilt höchstens für den Preis, der Rest besteht aus einem relativ unbequemen Toyota-Bus für 12 Leute, man sitzt eng und ohne grosse Beinfreiheit, die Sitzlehnen hören bestenfalls auf Schulterhöhe auf. Von Klimaanlage wollen wir gar nicht sprechen und wenn man hinten mehr als 3 Fenster zum Durchlüften hat, ist dies bereits Luxus. Die Rucksäcke werden aufs Dach geschnallt und das Handgepäck hat man auf dem Schoss oder vor sich auf den Boden zu nehmen – also noch weniger Bewegungsfreiheit. Immerhin hat ein solcher Shuttle zwei Vorteile: Erstens fahren sie direkt und stellen damit sicher, dass man unterwegs nicht unnötig Zeit vertrödelt. Zweitens gelten sie als relativ sicher, da die Touristen kein Ziel für die oftmals örtlichen Bandenkämpfe sind und auch nicht mit Forderungen nach Schutzgeldzahlung angehalten werden (wie bei den lokalen Bussen gang und gäbe).
Soweit, so gut also. Die Reisezeit nach Antigua betrug rund 6 Stunden und wir waren froh, als wir endlich ankamen und ein Zimmer gefunden hatten.

Antigua, einst Guatemalas Hauptstadt, ist eine mittelalterliche Stadt mit einem schön restaurierten Stadtkern. Gut zwei Drittel der Häuser und des Eigentums sind in Händen von Ausländern. Damit gilt Antigua auch als relativ sicher, zumindest was das Zentrum anbelangt (trotzdem will niemand nachts länger unterwegs sein…). Wir machten ein kurzes Sightseeing und schauten uns die Kathedrale, den Parque Central, sowie die wichtigsten Strassen und Kirchen an – es war wirklich sehr schön!
Zum Nachtessen trieb es uns zum nahen Italiener, der gar keiner war, wie sich herausstellte: wir waren bei Christophe gelandet, einem ausgewanderten Romands! Wir hatten Freude am Schweizerkreuz, am „Allez la Suisse“-Schal und an der Rösti, die uns Christophe extra offerierte – mmmhh! Und es war klar, dass wir am nächsten Tag wiederkommen mussten, dann nämlich war Raclette-Montag und DAS konnten wir uns nicht entgehen lassen!

Ein Tagesausflug zum Lago de Atitlan stand als nächstes auf dem Programm (Anreise wieder mit dem Shuttlebus…): vom Ausgangsort Panajachel am See steuerten wir auf einer Bootsrundfahrt die Orte San Pedro La Laguna, Santiago Atitlan und San Antonio Palopo an, mit jeweils einer Stunde Aufenthalt für die Sehenswürdigkeiten. Die Ortschaften sind stark geprägt von der Maya-Bevölkerung, ihrer Kultur und einem bunten Strassentreiben. Anders als im übrigen Guatemala sprechen diese Völker kein Spanisch und so wurde allein schon das Schlendern durch die farbigen Märkte und Souvenirstände zu einem richtigen Erlebnis. In Santiago galt es zudem Maximon zu besuchen, ein Heiliger in der Maya-Kultur. Alljährlich wechselt er sein Heim und so muss man sich von den Kindern von Santiago zu ihm führen lassen.
Nach unserer Rückkehr wartete also das Raclette bei Christophe auf uns und es war ja sooooo fein! Rachel & Dom, mittlerweile auch in Antigua angekommen, leisteten uns Gesellschaft und so liessen wir den Abend ausklingen – natürlich bei etwas mehr als nur einem Bier… 😉

Am nächsten Tag reisten wir weiter nach Coban und kamen abends um 9 Uhr, nach 7 Stunden Fahrt, müde an. Unsere armen Mitreisenden, unter anderem Ayelet & Uri aus Israel, mussten noch weiter nach Semuc Champey – nochmals 3 Stunden über Holperstrassen und in absoluter Dunkelheit. Wir taten uns das nicht an, denn ich weigerte mich schlichtweg, zwei Nächte im Urwald zu verbringen. Nein, das wollte ich mir auf die letzten Tage Weltreise nicht mehr antun: einfache Cabins, ohne Elektrizität, nach überall offen und für alle Urwaldbewohner gut zugänglich (ich meine Moskitos, Käfer, Kakerlaken und andere Insekten…) Und schon gar nicht wollte ich nachts um 12 Uhr noch unser löchriges Moskitonetz aufhängen, mit dem Handy-Lichtstrahl als einzige Lichtquelle… nein Danke! So konnten wir unseren Raum in Ruhe und bei Licht inspizieren – es war alles sauber! – krochen müde in unser Bett und schliefen selig durch.

Die Fahrt nach Semuc Champey war wirklich kein Zuckerschlecken… Als wir endlich ankamen, mussten wir uns die Pracht des Flusses und der Pools erst mal verdienen: nach einem ultra-steilen Aufstieg, hechel-hechel, zum Aussichtspunkt Mirador wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt! Beim anschliessenden Abstieg schlotterten uns die Knie… Als wir dann endlich in einen kühlen Wasserpool steigen konnten, war die Abkühlung herrlich und verdient, das Wasser klar und wir konnten es in vollen Zügen geniessen! Natürlich trafen wir Ayelet & Uri wieder und hörten uns die Horrorstory der Nacht an (Ayelet schlief in ihren Kleidern…) – und waren froh über unsere Übernachtungsentscheidung! Übrigens, der Fluss fliesst hauptsächlich unterirdisch und formt damit indirekt eine Brücke aus Kalkstein. Über die Jahrhunderte bildeten sich auf der Kalksteinbrücke diese idyllischen Pools mit türkis-farbenen Wasser, welche wie eine Kaskade sich weiter unten wieder mit dem Fluss vereinen.

Nach einer weiteren Nacht in Coban ging es schliesslich nach Flores, eine Halbinsel im Lago de Peten Itza. Das war unsere Basis für den Besuch der Maya-Ruinen von Tikal. Die Reise dahin brachten wir natürlich wieder in einem Shuttle hinter uns – nur dieses Mal hatten wir den Bus ganz für uns alleine! Beim Raststopp trafen wir Ayelet & Uri wieder, sie waren bereits 3 Stunden länger unterwegs, der Bus mit Reisenden voll gepackt und die Fahrt wohl ganz und gar nicht angenehm – tja…
Flores selbst ist ein herziges Quartier mit vielen Unterkünften und leckeren Restaurants. Nach Tikal ist es eine rund 2 stündige Fahrt und die machten wir bereits morgens um 4 Uhr, damit wir auch vor dem grossen Ansturm und der Hitze die Ruinen in aller Ruhe geniessen konnten. Dies war eine weise Entscheidung, denn wir waren überall praktisch die Einzigen. So wanderten wir zwischen den alten Tempeln, Palast-Ruinen, Wiesen und Erdhügel mit noch immer verborgenen Maya-Gebäuden umher. Wo man konnte und durfte, stiegen wir natürlich die steilen Treppen hoch und genossen teilweise spektakuläre Ausblicke über den Urwald und die Tempelanlagen. Nach vier Stunden hatten uns die Ruinen geschafft und mit einem guten Eindruck von diesen beeindruckenden Bauten der Maya ging es zurück nach Flores – Dusche und Bett warteten bereits auf uns! 🙂

Unsere Reise führte uns am nächsten Tag direkt weiter nach Mexiko, mit einem Zwischenstopp in Belize City. Die Busfahrt war mal wieder ein Beispiel dafür, wie die Backpackers ausgenommen werden: der angeblich ach-so-komfortable Bus war schlicht und ergreifend ein bisschen besser und grösser als die Shuttles, aber auch nicht viel mehr. Das Ticket für den Sitzplatz war nicht nummeriert, somit galt „first comes, first serves“(wer zuerst kommt, kann wählen). Und damit war auch klar, dass wir als Erste in den Bus steigen wollten, um uns die besten Plätze zu sichern, immerhin waren wir wieder für 7 Stunden unterwegs. Ergo spazierten wir am Morgen um die halbe Insel zum ersten Stopp des Buses – wie sich herausstellte eine weise Entscheidung, denn wir wären so ziemlich die Letzten gewesen, die aufgegabelt worden wären… Allerdings ging es noch eine Stufe schlechter: die Busse hatten nämlich noch ausklappbare Gangsitze mit einer schiefen Rückenlehne bis zur Hälfte des Rückens – und tatsächlich, auch diese Sitze wurden noch verkauft! So hatte ich einen leidenden Sitznachbar neben mir, er tat mir wirklich leid, aber lieber er als ich… 🙂 Übrigens, die Busfahrt dauerte dann schliesslich 12 Stunden „ächz“.

Belize mussten wir leider aus Zeitmangel streichen, dafür wollten wir die letzten 5 Tage nochmals schön relaxt am Strand von Tulum und Playa del Carmen verbringen. Davon dann mehr in einem unserer letzten Berichte, irgendwann die nächsten Tage wahrscheinlich… 🙂

Somit war unser Guatemala-Abenteuer auch zu Ende – und das ganz ohne Vorfall. Dank den Shuttles reisten wir immer mit einem sicheren Gefühl, in Städten bewegten wir uns vorsichtig und so können wir keine Schauermärchen oder Strassenabenteuer erzählen… 😉
Das Land selbst ist sehr schön, aber durch unser straffes Programm und den Verzicht auf lokale Transportmittel sahen wir wirklich nicht viel mehr als die Highlights, leider, und auch die nur immer ganz kurz. Locker lässt sich wesentlich mehr Zeit verbringen, nur schon alleine mit der Erkundung von Antigua oder einfach mit der einen oder anderen Wanderung auf einen der spektakulären Vulkane.

… ja, und jetzt sind es tatsächlich nur noch wenige Tage bis wir zu Hause landen… wir geniessen noch unsere letzten Tage in Florida und New York…

Hui, bis bald also!
Sara und Tanja



Honduras

17 08 2011

29.7.2011-6.8.2011

Hach, Honduras!
Angeblich ist es eines der gefährlichsten Länder Zentralamerikas (neben Guatemala) und je nach Gesprächspartner deshalb am Besten gar nicht mehr zu bereisen. Was haben wir also hin und her überlegt: sollen wir? Sollen wir nicht? Aber die Bay of Islands wollten wir schon sehen, und auch die Maya-Ruinen von Copan darf man angeblich nicht verpassen. Dafür sollte man die grösseren Städte meiden, nicht mit lokalen Bussen reisen, nur in vertrauenswürdige Taxis steigen und (wie gehabt) sein Gepäck nicht aus den Augen lassen. Hm. Schliesslich überwog die Neugier und wir entschieden uns für den schnellsten und direktesten Weg an die karibische Küste zu den Bay of Islands.

Unsere Planung war eigentlich perfekt, es haperte dann nur an der Umsetzung: Der Direktbus von Managua nach Tegucicalpa (der Hauptstadt) kam mit einer Verspätung von 2 Stunden an und so war auch unser Wunsch-Anschluss-Bus weg. Aber es gab eine Alternative. Also schnappten wir uns ein Taxi und liessen uns zum Busterminal fahren. Taxi? Ja, genau, wir bibberten schon etwas: Bringt er uns auch wirklich ans Ziel? Haben wir dann auch noch alle unsere 7 Sachen? Alles ging gut und wir erwischten gerade noch die letzten 2 Plätze und keine 15 Minuten später waren wir „on the road“ nach La Ceiba, unserem Übernachtungsstopp. Offensichtlich hatten wir der Einheimischen liebste Buslinie erwischt, denn neben einem anderen Touri-Päärchen waren wir die einzigen Exoten. Leider bekamen wir keine zwei Sitze mehr nebeneinander und so setzten wir uns auf die uns zugewiesenen Plätze im Gang. Und schon ging die grosse Diskussion mit den Einheimischen los: was wir für eine Sprache sprechen? Ob wir Englisch können oder Spanisch sprechen? Was wir hier machen? Woher wir kommen und wohin wir gehen? Etc., etc. Und so wurde es eine ganz amüsante Fahrt mit einer Kommunikation in Spanisch, Englisch und mit Händen und Füssen.
Trotz bester Unterhaltung waren wir froh, als wir endlich in La Ceiba ankamen – immerhin war es bereits abends um 9 Uhr und wir waren seid morgens um 5 Uhr unterwegs. Wir taten uns mit den anderen beiden Touris zusammen, teilten ein Taxi und suchten uns eine Unterkunft – damit fühlte sich alles schon mal um einige Grad sicherer an 🙂 Ausserdem war es auch ganz amüsant mit den beiden, dürfen wir vorstellen: Rachel und Dom aus England. Wir verabredeten uns gleich für den anderen Morgen, denn wir hatten das gleiche Ziel: die Fähre nach Roatan, der grössten Insel der Bay of Islands, und dort einige gemütliche Tage verbringen.

Mit den beiden wurde auch unser 2-stündiger Bootstrip unterhaltsam und so beschlossen wir schliesslich, uns in der Half Moon Bay von West End zusammen ein 2-Zimmer-Appartment zu teilen. Bezahlbar, schön gross, eigene Küche und eine gemütliche Terrasse – genau was wir gesucht hatten! Jetzt halt noch mit zwei Gspänli 🙂 Und es gab auch noch einige weitere Vorteile: Rachels Hobby war Kochen (mjammi!) und zu viert lohnte es sich auch mal wieder „richtig“ einzukaufen: Cornflakes, Milch, Brot, Eier, Käse usw. Natürlich durfte eine grosse Flasche Rum nicht fehlen – klar, es blieb nicht bei der einen…!
So vergingen unsere Abende im Nu mit gemütlichem Mojito-schlürfen und einigen Cuba Libres auf unserer Terrasse. Es gab tausendundeine Geschichten zu erzählen über die diversen Reiseerlebnisse (die beiden sind auch zwei Weltenbummler) und und und – und es gab viel zu lachen.
Die Tage verbrachten wir mit Ausschlafen, ausgiebig Zmörgele und einkaufen. Beim nahen und wirklich sehr schönen Reef in der Bucht gingen wir schnorcheln und sahen viele bunte Fische, Riesenkrabben und Sara sogar 3 schwimmende Schildkröten. Auch ein Ausflug nach West Bay zum etwas gehobeneren Strand von Roatan mit grossen Hotelkomplexen etc. durfte nicht fehlen.
Wir genossen das gemütliche Leben in West End, mit den vielen Beizen und Mini-Supermakets und frischen Gemüse- und Fischständen – es war einfach herrlich!

Und während also das Leben dahinplätscherte, dämmerte uns langsam, dass die Uhr immer lauter tickte und wir begannen die restlichen Wochen und Tage zu zählen. Das Resultat: uns blieb nicht mehr viel Zeit! Jetzt galt es gut zu planen, denn wir wollten ja eigentlich noch zu den Ruinen von Copan, Guatemala bereisen, in Belize einen Stopp einlegen, vielleicht noch ein paar Tage Strand in Mexico geniessen und nicht zu vergessen: der Abstecher nach Miami und unsere letzten Tage in New York. Uff! Wir merkten bald: es ist zuviel. Also musste eine detailliertere Planung her und eine Einigung auf die Must-see’s.
Folglich gab es auch nach den 5 Tagen keine Verlängerung auf den Bay of Islands, sondern eine zügige Weiterreise nach Copan. Zügig bedeutete in diesem Fall: Wieder mit der Fähre aufs Festland, von dort in einer 3-stündigen Fahrt mit dem Bus nach Tela (wir hatten noch einen Reifenschaden unterwegs…), dort Übernachten – und alles immer noch zusammen mit Rachel & Dom, denn auch sie reisten weiter. Anderntags trennten sich dann unsere Wege, die beiden wollten es noch etwas gemütlicher nehmen und wir warteten bereits um 5 Uhr morgens wieder auf den Bus nach San Pedro Sula. Wir kamen diesmal mit einer Stunde Verspätung an und schafften gerade noch den Umstieg auf den Bus nach Copan. Nach einer weiteren 4 ½-stündigen Fahrt kamen wir gegen 13 Uhr endlich am Ziel an. Puuhhh, das war mal wieder eine lange Fahrt!

Zu unserer Überraschung war Copan ein richtig herziges Städtchen. So bummelten wir den Rest des Nachmittags durch die Strassen und die Souvenirläden, genossen die feinen Milkshakes und anderen Erfrischungen. Die Strassenstände hatten lecker-aussehendes und frisch zubereitetes Essen und so getrauten wir uns für einmal unsere Bäuche dort zu füllen – wir bereuten es auch am Tag danach nicht 🙂
Als wir schliesslich im „the place to be“ noch für einen „Schluumi“ vorbeischauten, trafen wir auf… Rachel & Dom! Tja, und wie es halt so ist bei dieser Art von Reiserei: es gab bereits wieder tausende von Geschichten zu erzählen und das Bett musste noch etwas länger auf uns warten.

Am nächsten Morgen aber ging es directement zu den Maya-Ruinen von Copan. Wir leisteten uns einen Guide, Cesar, und der führte uns fachkundig durch die Tempel und archäologischen Tunnels, über die altehrwürdigen Spielfelder und Ehrungsplätzen und zeigte uns die alten Wohngebäude. Heute kann man den grössten Teil davon nur erahnen: die Natur hat sich längst ihren Platz genommen und die ursprünglichen Bauten sind verfallen, Erdhügel und jahrhunderte alte Bäume stehen heute wo einst Häuser und Tempel waren. Was wir sahen, waren allesamt archeologische Rekonstruktionen. Die Tunnels in den alten Tempelanlagen ermöglichten einen Eindruck der Bauweise – die Mayas erbauten jeweils nach dem Tod eines Herrschers einen neuen Tempel auf den Grundrissen des alten, noch heute sieht man diese freigelegten Schichten am Fundament und im Innern des letzten Tempels. Es war wirklich sehr eindrücklich!
Wir waren anschliessend schon etwas groggy! Ich liess mir die müden Beine (und den müden Körper) bei einer Massage durchkneten – es war herrlich, aber ich war danach noch müder 🙁 Natürlich verbrachten wir den Abend wieder mit…na wem wohl? Genau, und als mich das Bett rief – immerhin wartete am nächsten Morgen bereits um 6 Uhr wieder der Shuttlebus nach Antigua (Guatemala) auf uns – war für die anderen drei noch lange nicht Schluss. Ergo zogen sie noch etwas um die Häuser und das einzige, was ich dazu sagen kann: um 2 Uhr morgens lag ich noch immer alleine im Bett… 😉

So war denn auch unsere Reise in Honduras zu Ende und entgegen aller Befürchtungen bekamen wir nichts von der angeblichen Gefährlichkeit des Landes zu spüren. Wow! Im Gegenteil, die Leute waren einmal mehr überaus freundlich und was wir zu sehen bekamen wunderschön!

Und jetzt lohnt es sich schon bald nicht mehr in Wochen zu zählen, sondern nur noch in Tagen… Guatemala jedenfalls werden wir im Schnelldurchlauf bereisen, leider, aber wir wollen doch noch ein paar wenige Tage Strand sehen, bevor uns der Flieger von Cancun nach Miami bringt.

Also demnächst dann alles Spannende von Guatemala (eben, ihr wisst schon, DAS gefährlichste Land Mittelamerikas!).

Hebed eu Sorg und bis bald!
Sara und Tanja



Nicaragua

11 08 2011

15.7.2011-28.7.2011

Nach Panama und Costa Rica hatten wir das Gefühl, wir wüssten in etwa was uns in Nicaragua erwarten würde. Wir waren gespannt und hatten schon viel Schönes über die Insel Ometepe mit ihren beiden Vulkanen und Granada gehört. Aber was wir dann als Erstes zu sehen bekamen, haute uns nicht gerade aus den Socken:
Um nach dem Zoll in den öffentlichen Busterminal zu kommen, mussten wir unsere Pässe vorweisen und Eintritt bezahlen. Soso. Anschliessend feilschten wir heftig mit dem Busfahrer über den Preis des Bustickets nach Rivas. Und als wir im Busterminal von Rivas ankamen, traf uns fast der Schlag! Wir guckten raus, schauten uns um und dann schauten wir uns gegenseitig an und fragten uns, ob wir hier wohl in Indien gelandet seien? Natürlich war es nicht ganz das Gleiche, aber die vielen Markt- und Verkaufsstände, die engen Gassen, der überall rum liegende Abfall, aber auch die vielen bunten Farben und das emsige Treiben erinnerten uns doch stark daran…

Indien hin oder her, wir wussten, dass uns spätestens in Granada eine saubere und touristische alte Stadt erwarten würde und ein tolles Hotel, das wir in weiser Voraussicht bereits gebucht hatten 🙂 Also machten wir uns mit Taxi und Fähre auf nach Ometepe. Wir fanden schnell eine günstige Unterkunft und trafen dort auch auf unsere polnischen Zimmernachbarinnen aus Panama City. Natürlich gab es viel zu erzählen und der Abend verflog im Nu. Die beiden waren übersät mit Wanzenbissen, ein Andenken von San Jose, und so inspizierten wir unsere Betten gleich doppelt und dreifach bevor wir uns reinlegten. Was wir sahen, war gar nicht zu unserer Freude und führte dazu, dass wir uns zusammen in das „sauberste“ Einzelbett rein quetschten. Sara liess sogar ihre Kleider an und ich schützte mich gegen die möglichen nächtlichen Besucher mit meinem Seidenschlafsack. Klar, die Nacht war kurz und alles andere als gemütlich und erholsam…
Am nächsten Morgen regnete es in Strömen, somit war klar, dass es weder eine Wanderung zum Vulkan Concepcion noch zum Wasserfall von San Ramon gab. Auf der Suche nach einem neuen Zimmer gerieten wir vom Regen in die Traufe: zwar schien das neue Zimmer bei einem niedergelassenen Ami auf den ersten Blick wesentlich sauberer und eine gemeinsame Dusche/WC störten uns keineswegs. Abends jedoch erkannten wir die weiteren Unzulänglichkeiten unserer neuen Bleibe: die Tür zum WC bestand aus einem Vorhang (und das in seinem Restaurant!), aus dem Wasserhahn kam kein Wasser zum Händewaschen, von der Nicht-spül-Technik unseres Gastgebers (und Kochs) wollen wir gar nicht sprechen, und in die gemeinsame Dusche kam man nur durch sein Schlafzimmer, eine Tür für ein bisschen Privatsphäre gab es auch nicht… Der absolute „Höhepunkt“ war allerdings, dass unsere Zimmerwand zu seinem Bad oben offen war. Folglich hörten wir sämtliche Aktivitäten –  Geräusche, die man ja eigentlich lieber nicht mitbekommen will…
Damit war da Fass voll: ich wollte einfach nur weg aus Ometepe! Bevor wir uns dann mittags auf den Weg nach Granada machten, mieteten wir noch einen Scooter und erkundeten die Insel „schnellschnell“. Sah soweit ganz ok aus, aber auch nicht wirklich überwältigend. Also fiel uns der Abschied nicht sehr schwer…

Die Busfahrt nach Granada gestaltete sich abenteuerlich: die Preisverhandlungen mit dem Busjungen waren zäh, schliesslich bezahlten wir auch noch extra für unser Gepäck. Und dann blieb der Bus kurz vor Granada einfach stehen. Warten in der sengenden Hitze war angesagt, ein aufgeregtes Hin und Her und der mehrfache Versuch den Bus neu zu starten, waren vergebens. So stieg die Hälfte des Busses aus und Verkäufer von vielen leckeren Esswaren boten ihre Ware feil – nein, wir blieben standhaft und kauften nix! Nach einer halben Ewigkeit und etwas Unterstützung beim Anfahren, sprich mit Anschieben, war der Bus endlich wieder fahrtklar und füllte sich schnell wieder. Und weiter ging’s…
…hach, war das ein Highlight, als wir endlich in unserem Hotel in Granada ankamen! Es gab ein schönes, sauberes Zimmer mit Dusche/WC, Cable TV und Klimaanlage – die kühle Dusche hatten wir uns wirklich verdient! Die holländischen Hotelbesitzer Charlotte und Lucien gaben uns gleich ein paar gute Tipps für feines Essen und somit war der Abend gerettet, bevor er überhaupt begann 😉

Auf unserer ersten Erkundungstour in Granada trafen wir auf „alte Bekannte“ aus Bocas del Torro – natürlich musste das gefeiert werden! Ausserdem bekamen wir ein paar hilfreiche Tipps für Aktivitäten – und plötzlich war die Welt wieder im Lot und alles doch gar nicht mehr so schlimm! 🙂
Mit all den Tipps und den letzten Erfahrungen passten wir unser Programm etwas an: aus ursprünglich ein paar Tagen hier und ein paar Tagen dort machten wir Granada zu unserer Basis, denn mehr oder weniger alles war in einem Tagesausflug zu erreichen. So blieben wir am Ende ganze 7 Tage und unternahmen folgende Touren:

  • Nach Leon war es eine gut 2 ½ stündige Busfahrt mit lokalen Bussen. Wir bestaunten die grösste Kathedrale Zentralamerikas (sie war leider geschlossen) und bummelten durch die Strassen. Wir sahen eine schöne und lebendige Stadt, in der es sich herrlich flanieren und käfele liess – und in der man es sicher auch gut ein paar Tagen aushalten würde.
  • Die Bootstour zu und zwischen den Isletas von Granada auf dem Lago die Nicaragua war ein Muss: die Inseln entstanden bei einem Vulkanausbruch des Mombacho und Granada ist stolz auf diese Attraktion. Das Rumgondeln mit dem Boot war eine schöne Abwechslung.
  • Auf den Vulkan Mombacho führte uns Charly, ein Deutscher, der seit 25 Jahren in Nicaragua lebt, und wir bekamen einen guten Eindruck und Einblick in die Kultur und die täglichen „Abenteuer“ in Nicaragua.
    Die Aussicht vom Vulkan aus war herrlich – wenn der Nebel sich etwas lichtete – und die Wanderung „El Puma“ auf der Vulkanspitze herausfordernd. Bei der nahen Laguna de Apoyo (ein Kratersee) belohnten wir uns mit einem kühlen Drink für die Strapazen des Tages und genossen die tolle Aussicht auf Lagune und Mombacho. Der Muskelkater tags darauf war grausam und ich konnte zwei Tage kaum richtig gehen… *chlöhn*
  • Der Ausflug zu den beiden Märkten von Masaya fiel das erste Mal sprichwörtlich ins Wasser – kaum waren wir angekommen, begann es wie aus Kübeln zu giessen. Damit war nicht nur der Busbahnhof, sondern auch der Markt geflutet, also beschlossen wir wieder umzukehren. Beim zweiten Mal hatten wir mehr Glück. Aber wie immer gab es nichts zu kaufen – wer von uns will schon die Tonnen von Souvenirs weitere 6 Wochen mit rum tragen? Allerdings, doch, es reichte für 4 Haargümmeli!!! Wer hätte gedacht, dass ich mir so was tatsächlich mal kaufen würde??? Ab jetzt hatte ich Aussicht auf stress- und haarfreie Nächte dank meiner zukünftig gebändigten Mähne – somit keine Haare mehr, die sich über mein Gesicht breiten konnten, kaum dass ich mich im Bett drehte.

Granada selbst ist die älteste von Spaniern erbaute Stadt in Zentralamerika. Viele der kolonialen Gebäude wurden in den letzten 5 Jahren restauriert und in kräftigen bunten Farben bemalt. Hotels, Restaurants und Bars schossen wie Pilze aus dem Boden und machen damit Granada zu einer attraktiven Stadt für Touristen. Die leckere Internationale Küche hatte es auch uns angetan: wir gönnten uns die beste zentralamerikanische Pizza bei italienischen Auswanderern, deutsche Spätzle mit Sauce und Kartoffelsalat bei Charly und ein feines Stück Fleisch in einem famosen lokalen Restaurant – noch heute läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke! 🙂 Aber natürlich durfte auch das typisch nicaraguanische Essen nicht fehlen: Pollo und gallo pinto (Huhn, Reis und Bohnen), frittierte Bananen und Bananenchips – mmhhh!
Kurz, wir genossen Granada und unser ach-so-sauberes Zimmer in vollen Zügen.

Nach Granada warteten die karibischen Inseln von Nicaragua auf uns: mit einem kurzen Flug von Managua aus erreicht man die Corn Islands, bestehend aus der grossen und der kleinen Insel, nämlich Big und Little Corn Island.
Unser erstes Ziel war Little Corn Island und zwei Nächte im Little Corn Beach & Bungalow, mit einem kurzen Bootstrip von der grossen Insel aus zu erreichen. Das halbe Boot ging dorthin und auf Trip Advisor gab es nur die besten Reviews (Kommentare). Das war natürlich zur Feier meines Geburis gerade gut genug für uns 😉 Und tatsächlich, es war herrlich: gepflegt und herzig, die Margaritas und Pina Coladas waren Weltklasse und das Meer gleich vor der Tür glasklar und türkisblau – was will man mehr?
Gleich am nächsten Morgen gingen wir schnorcheln (was sonst?) und wie sich herausstellte, war dies ein echtes Fitnessprogramm: wir schwammen bei relativ hohem Wellengang (und das will man eigentlich beim Schnorcheln nicht haben…) unserem Guide fast schon hechelnd hinterher, Sara versuchte das halbe Meer leer zu trinken (funktionierte nicht) und so waren wir froh, als wir wieder ins Boot konnten 🙂 Aber wir sahen auch Haie (Ammenhaie), und das war natürlich spektakulär! Gut nur, dass diese kein Interesse an uns hatten, hehe.
Die Zeit verging wie im Flug mit ein bisschen Spazieren, Sünnele und in der Hängematte faulenzen. Und schon ging es wieder zurück auf Big Corn Island, auch hier hatten wir zwei Nächte geplant, auch hier nur das Beste 😉 nämlich in der Princesa de la Isla. Direkt am Meer, mit einem feinen und tollen Sandstrand 5 Schritte um die Ecke – herrlich! Die italienischen Gastgeber waren ein eingespieltes Team: Vater und Tochter bildeten den Empfang und halfen mit nützlichen Tipps, die Mamma backte und der Mann von der Tochter war der Koch. So waren wir gut aufgehoben, die Pasta war einfach nur vom feinsten und die italienische Crostata war mmmhhh – es ging uns richtig gut! Aber auch hier raste die Zeit und nach ein bisschen Bädele und Sein und Insel erkunden war schon wieder Zeit zur Abreise 🙁 Sara und ich sind uns einig: hier haben wir ein weiteres Paradies gefunden!

Mit dem Flug zurück nach Managua nahm unser Nicaragua-Abenteuer sein Ende: schnell noch ein Busticket kaufen für unsere Reise nach Tegucicalpa/Honduras am nächsten Tag, im Hotel beim Busterminal für die Nacht einchecken und dann ab ins Taxi und ins Kino! Natürlich war die Taxifahrt einmal mehr eine Odyssee, denn zuerst starb der Wagen mitten auf der Kreuzung ab, dann mussten wir erstmal tanken (2 Liter mussten für Hin und Retour genügen!) und anschliessend galt es dem dampfenden Karren noch ein paar Schlucke Wasser zu gönnen, damit er auf dem Weg zum Kino nicht verdurstete… 😉 Wir verbrachten den Abend mit Harry Potter in 3D und bei einer Pizza. Nachdem uns Cesar, unser Taxichauffeur, wieder sicher ins Hotel zurückgebracht hatte, fielen wir kaputt ins Bett.

Unser Fazit von Nicaragua: Wir hatten unsere Hochs und Tiefs, aber eigentlich können wir sagen, dass nach Ometepe ein konstantes Hoch herrschte 🙂 Das Land ist zwar wesentlich ärmer als Costa Rica oder Panama, aber es hat eine wunderschöne Landschaft und es gibt wirklich viel zu sehen. Die Menschen sind freundlich und die Reiserei mit den ÖV ging einmal mehr problemlos und günstig. Allerdings lernten wir, dass es für ein anständiges Bett und ein sauberes Zimmer ein paar Dollar mehr brauchte als unser Reiseführer meinte und diese durchaus gut investiert sind 🙂 Sobald wir diese Lektion gelernt hatten, war alles wesentlich einfacher!

Und dann war da noch der legere Umgang mit Abfällen: es war schon gewöhnungsbedürftig, wenn wir zuerst über Abfallberge steigen mussten um in den Bus einzusteigen oder wenn sämtlicher Abfall einfach aus dem Fenster geworfen wird und die Strassengräben säumt… Aber alles in allem, es war einfach toll!

… und ihr habt sicher gemerkt: es geht nicht mehr Monate bis zu unserer Heimkehr, sondern nur noch um Wochen… uff, das geht schnell!

Bis bald!
Sara und Tanja



Panama

2 08 2011

24.6.2011-10.7.2011
(11.7.2011-14.7.2011 Zwischenstopp in Costa Rica)

Eines gleich vorweg: Panama war ein absolutes Highlight! Was mit „wir gehen da mal schnell für eine Woche hin“ angefangen hat, hat schliesslich in einer 3-wöchigen Reise geendet. Jeder Tag war erlebnisreich und wir lernten das Land und die Leute nur von der tollsten Seite kennen! *schwärm-schwärm-schwärm*

Und hier die Facts und Figures dazu:

  • Dass wir kein Spanisch konnten? Kein Problem, wir wurden einfach trotzdem voll getextet 😀 Selbstverständlich gaben wir uns interessiert, nickten fleissig und wenn wir dann erwartungsvoll angeschaut wurden (oje, das war eine Frage!), fragten wir einfach „como?“ zurück – möglichst akzentfrei, natürlich 😉 ähm, ja, verstanden haben wir natürlich nichts… auch bei der x-ten Wiederholung nicht, leider.
  • Reisen in Panama ist ja soooo einfach: überall hin gibt es Busse, oftmals im Viertelstunden-Takt. Auf Anschlüsse mussten wir nie lange warten und wenn wir Glück hatten, dann gab es sogar Minivans mit Klimaanlage!
  • Wenn wir nicht so recht wussten, wie wir von A nach B kommen, dann fragten wir uns mehr schlecht als recht mit unseren Standardsätzen in Spanisch durch. Uns wurde immer und vor allem gerne geholfen (halt einfach meist in Spanisch, haha).
  • Aus dem Reiseführer lernten wir, beim Betreten eines öffentlichen Raumes immer zu grüssen. Und genauso hielten wir es: rein in den Bus, ein lautes „Buenas“ in die Runde und ein ganzer Bus grüsste zurück 🙂

So, und nachdem wir jetzt so ganz allgemein vorgeschwärmt haben, machen wir das jetzt auch noch im Detail von den schönen Orten in Panama 🙂

Nach unserer 10-stündigen Busfahrt von San Jose nach David brauchten wir gleich als erstes eine 3-tägige Erholungsphase! Wir waren es uns schlicht nicht mehr gewohnt mit Bussen und Rucksackschleppen zu Reisen, die Hitze und die Luftfeuchtigkeit machten uns zu schaffen und so klimatisierten wir uns in David an Panama an. Nachdem die Leute in unserem Hostel immer kamen und tags darauf gleich wieder abreisten, beschlossen auch wir, endlich wieder zu gehen. Soooo schön war David nun auch wieder nicht…

Erster Stopp war Boquete, ein Dörfchen in den nördlichen Hügeln Panamas. Wunderschön gelegen, auf 1000 MüM herrlich kühl, mit einem herzigen Dorfkern und vielen Möglichkeiten: wandern, biken, reiten, canopy (das ist dieses Zipleinen-Fräsen durch die Wälder), rafting etc. oder einfach nur käffele… Unsere Ankunft im Hostel war herzerwärmend, wir wurden von Ryan, dem Besitzer, freundlich empfangen. Unser Zimmer war minzig, aber alles schien sauber (jaaa, schien!) und wir wurden bestens umsorgt und gleich mit auf einen Spaziergang mitgenommen. Als wir dann abends unsere Pasta kochen wollten, gestaltete sich das etwas schwierig mit den nicht vorhandenen Töpfen… Und als wir etwas später ins Bett krochen und das Zierkissen hochhoben – da kroch erstmal was ganz anderes aus dem Bett! *iiik* Natürlich musste die Kakerlake totgeschlagen werden, dann wurde das Bett nochmals genaustes inspiziert und schliesslich beschlossen wir, dass es sich in unseren Seidenschlafsäcken besser schlafen lässt. Soweit, so gut. Das Bett war dann eher eine Wanne denn ein Bett und die Ameisenstrasse vor meiner Nase der Wand entlang trug auch nicht gerade zur Beruhigung bei. Hm. Und dann nagte da ja noch dieser Gedanke im Hinterkopf: wo eine K… ist, sind mehrere! Nur, wo waren sie??? Klar, an einen ruhigen, gesunden Schlaf war somit nicht mehr zu denken und frühmorgens machten wir uns gleich als erstes auf um eine neue Bleibe zu finden. Denn, da waren wir uns einig, egal wie freundlich und herzerwärmend der Gastgeber war – beim Thema Schlafen machen wir keine Kompromisse!
Und dann unsere erste „Äktschen“: Reiten in den Hügeln von Boquete – es war WUNDERSCHÖN! Natürlich konnten wir nachher kaum mehr laufen, geschweige denn sitzen, alles machte „aua“, aber das war es wert! Und wie angenehm ist es doch, wenn man sich selbst mal nicht anstrengen muss, um zu einer herrlichen Aussicht zu kommen… Alles Aua hielt uns am nächsten Tag nicht vor einer Wanderung durch den Nebelwald zu den nahen Wasserfällen ab. Auf dem Rückweg kamen wir natürlich in einen richtigen Regenschauer – es ist ja auch Regenzeit. Durchnässt bis auf die Knochen kamen wir in unserem Zimmer an und versuchten mit Zeitungen unsere Schuhe im Schnellverfahren wieder trocken zu kriegen, denn in den Flipflops wollten wir weder wandern noch mit unseren schweren Rucksäcken reisen…

Tags darauf ging es weiter nach Panama City, also frühmorgens auf und irgendwann nachmittags kamen wir in unserem schönen Hostel mit Klima und TV an. Der Fernseher war zwar mittlerweile nicht mehr so wichtig, denn King Roger hatte es nicht in den Final von Wimbledon geschafft, aber an einem Regentag ist es einfach eine schöne Alternative, Bett und TV zu haben 😉 Erstmal aber regnete es noch gar nicht, also war Sightseeing angesagt: natürlich darf ein Spazierung durch das Casco Viejo, das alte Quartier, nicht fehlen. Neben alterehrwürdigen und neu renovierten Bauten standen Abbruchruinen (auch einst imposant), aus denen bereits halbe Bäume und andere Vegetationen wuchsen. Es war ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt, in dem wir immer eifrig die Seitengassen mieden (wie überhaupt überall in Zentralamerika). Nach einem kurzen Kaffee-Stopp zur Stärkung stoppten wir ein Taxi und liessen uns für 2 Dollar in die Ausgehmeile chauffieren – natürlich war davon nachmittags um 5 Uhr noch nicht viel zu sehen…
Also wanderten wir weiter, auf der Suche nach den guten Restaurants gemäss unserem Reiseführer, nur leider war keines wirklich dort wo wir es erwartet hätten. Immerhin fanden wir so die Mercedes-Kirche und konnten uns in der inzwischen eindunkelnden Stadt an den vielen Chicken-Bussen erfreuen (alte amerikanische Schulbusse, die als öffentliche Busse dienen), die allesamt mit vielen Lichtern geschmückt und total aufgemotzt waren – ein herrliches Bild! Und dann, oh Wunder, liefen wir prompt am libanesischen Restaurant vorbei, ha, genau dahin hatten wir doch eigentlich gewollt! Das Essen war fein, die Drinks allerdings etwas speziell… Vollgefressen wie wir anschliessend waren, konnten wir nicht mehr viele Schritte tun und so liessen wir uns wieder für 1.5 Dollar „nach Hause“ bringen – einfach schön, wenn das Taxi bezahlbar ist! 🙂

Ja, und dann kam der Tag für den Panama-Kanal! Und zwar einmal ganz durch vom Pazifik zum Atlantik: 26 Meter hoch, durch 3 Schleusen, eine lange Schifffahrt über den Stausee und schliesslich die 3 Schleusen wieder runter mit einem herrlichen Blick auf die Meeresöffnung und den Abstieg. Wir auf unserem Touristenboot zwischen den grossen Frachtern eingeklemmt – schon sehr imposant! Vor allem wenn man sieht, was es an Hilfsbooten und Justierungs-Loks braucht, um diese riesigen Frachter auf engstem Raum zentimetergenau zu manövrieren… Müde kamen wir abends zurück – trotzdem durften wir natürlich das Musikfestival im Casco Viejo nicht verpassen! Toll beleuchtet, mit einer festliche Stimmung auf den Strassen und den Plätzen, laut – trotz aller Action schlief ich fast stehend ein. Also ab ins nächste Taxi und zurück ins Bettchen.
Am anschliessenden Regentag bewegten wir uns kaum aus dem Zimmer raus –  das Fernsehprogramm war einfach zu fesselnd 😉

Nach Panama City ging es wieder zurück, nördlich, entlang der Interamericana (Highway No. 1). Den Segeltrip zu den ach-so-wunderschönen Inseln von San Blas (ernsthaft) liessen wir ebenso aus wie den kulturellen Abstecher in die Region von Darien – wir mussten Schwerpunkte setzen. So stand als nächstes El Valle auf dem Programm: wieder in den Hügeln gelegen in einem alten Vulkankrater, wieder ganz in grün und einmal mehr wunderschön. So schwangen wir uns auf die gemieteten Drahtesel, traten kräftig in die Pedalen – und waren sofort ausser Atem! Uff, definitiv keine Kondition mehr… 🙁 Immerhin schafften wir es zu dem Wasserfall „El Chorro Macho“  und zu den Hotpools (nur zum gucken). Die anschliessende Busfahrt an den Strand von Santa Clara war einmal mehr ein Highlight: einfach faszinierend, wie perfekt die ÖV in Panama organisiert sind. Der Strand selbst war na ja, nicht wirklich sehenswert, auch wenn unser Reiseführer was anderes sagte… Hauptsache wir waren da.

Nächster Stopp: Pedasi, auf der Halbinsel Azuero. Angeblich das „richtige“ Panama, ein Must-see. Die Reise dahin gestaltete sich abenteuerlich und eine detaillierte Anfahrtsbeschreibung bekamen wir nur in Spanisch: zuerst ging es an die Kreuzung zur Interamericana runter (übrigens eine zweispurige Schnellstrasse), soweit ganz easy. Dort standen wir dann und warteten auf den Bus aus Panama in Richtung Las Tablas, der Ort vor Pedasi. Und warteten und versuchten krampfhaft so früh wie möglich zu erkennen, welcher Bus heranbrauste: abzulesen war der Zielort jeweils an der Fensterfront, meist in Schnörkelschrift geschrieben. Bei einem durchschnittlichen Tempo von 80 km/h war dies ein nicht ganz einfaches Unterfangen… Endlich, nach ca. 45 Minuten war es soweit. Natürlich konnten wir „Las Tablas“ erst lesen, als der Bus auf gleicher Höhe war und winkten dann gleich umso heftiger. Und tatsächlich, er legte beinahe ein Vollbremsung hin und fuhr uns rückwärts wieder entgegen – perfekt! Kaum eingestiegen, begann der Busjunge sämtliche Abdeckungen am Boden zu öffnen, somit war für genug Durchlüftung gesorgt und wir gerieten nicht in die Gefahr zu verschmachten. Etwas später wurde nachgetankt, dann konnte die Klima auch wieder eingestellt werden…
Gut, in Las Tablas regnete es aus Kübeln, also nahmen wir ein Taxi, machten kurz Sightseeing (die Kirche war das einzig Sehenswerte), assen etwas und kaum war es trocken, suchten wir uns den Bus nach Pedasi. Schnell gefunden (dank unserem perfekten Spanisch) und keine 5 Minuten später waren wir bereits wieder unterwegs.
In Pedasi schliesslich angekommen, war es etwas schwierig, eine preiswerte Unterkunft zu finden, aber auch das schafften wir am Ende 🙂 Wir verliebten uns schnell in das wirklich herzige Dörfchen, irgendwie schien es wie aus dem Bilderbuch entsprungen!
Wir beschlossen, uns an den Strand chauffieren zu lassen. Es war ein Vergnügen, den einheimischen Jungs beim Fischen zuzuschauen und wir erweiterten unseren spanischen Wortschatz um den wichtigen Satz: „Podro sacar una fotografia?“, übersetzt „Dürfen wir ein Foto machen?“. Wir durften und die Jungs waren stolz, uns ihren Fang präsentieren zu können. Es war unglaublich, wie fingerfertig sie waren und fast im 5 Minuten-Takt Fisch um Fisch aus dem Meer holten. Wohlgemerkt: Petflasche, Draht und ein frisch geschnittener Fischköter war ihr Werkzeug, jeweils bis zur Brust im Wasser stehend – es war einfach herrlich!
Nun, das Wetter meinte es nicht so gut mit uns und so beschlossen wir nach langem Hin und Her und trotz wunderschönem Dörfchen weder zu schnorcheln noch fischen zu gehen, sondern weiterzureisen. In Bocas del Toro hofften wir auf besseres Wetter um dort Verpasstes nachzuholen. Also unsere Rucksäcke gepackt und auf den nächsten Bus geladen. Der Busfahrer schaffte es, die Rucksäcke falsch rum auf dem Dach festzuzurren, der Regenschutz war für die Katz und der Rücken einem allfälligen Regen voll ausgesetzt. Natürlich begann es zu schütten, wie hätte es auch anders sein können??? Tja, halt einfach Pech gehabt!

Dafür klappte unsere Reise einmal mehr wie am Schnürchen: Umsteigen, und schon kommt der nächste Bus, umsteigen und 15 Minuten warten, weiter geht’s. Nach 7 Stunden unterwegs trafen wir abends wieder in David ein, legten einen Übernachtstopp ein und am andern morgen ging es weiter mit einer 4-stündigen Busfahrt an den Atlantik. Diese Busfahrt war eine der schönsten überhaupt: herrliche Aussichten, grüne Täler und Hügel – einfach nur spektakulär! Nach einem kurzen Marsch in der Mittagshitze (das Taxi war uns diesmal zu teuer) und einer ebenfalls kurzen Bootsfahrt kamen wir endlich in Bocas del Toro an.
Nachdem wir in unserem auserkorenen Hostel ein super Zimmer bekommen hatten, konnte das Abenteuer Sonne, karibisches Meer und Schnorcheln beginnen! Die Konkurrenz mit Great Barrier Reef, Fiji und Cook Islands war natürlich hart und blieb unerreichbar. Aber in Kombination mit Delphin-Gucken (und davon sahen wir einige!) und dem Besuch des sehenswerten Red Frog Beaches auf der Insel Bastimentos wurde es ein ganz gemütlicher Ausflug.
Und dann buchten wir ganz spontan auch noch eine Schildkröten-Tour. Das Programm sah vor: 1 Stunde hinfahren, 4 Stunden Schildkröten suchen und wieder 1 Stunde zurückfahren. Nachts um 8 Uhr ging es also los in Richtung der Insel Zapatillas, auf der die Schildkröten ihre Eier ablegen. Da die Saison erst gerade begann, waren unsere Aussichten zwar beschränkt aber nicht hoffnungslos. Dort angekommen stellten wir fest, dass unsere Vorstellungen nicht ganz dem entsprachen, was wir erwartet hatten: es galt mit einer Expertin vor Ort (sie lebte dort) die Insel im Stundentakt (!) nach Schildkröten abzusuchen. Entsprechend legte sie das Marschtempo vor. Konkret: wir hetzten in rund 35 Minuten einmal um die Insel rum, um uns dann 25 Minuten lang zu erholen, bevor die nächste Runde anstand. Natürlich war dieses „Fitnessprogramm“ oder besser „Speed-Schildkrötensuchen“ nicht jedermanns Sache und so liessen die Meisten die zweite Runde aus. Ich jedoch nicht und somit gehörte ich zu den Glücklichen, die am Ende des Trips eine Schildkröte gesehen hatte – es sollte nämlich die einzige bleiben!
Morgens um 1 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Heimweg und oje… wir hatten zuwenig Benzin dabei! Während sich unser Guide und der Bootsjunge ein heftiges Wortgefecht lieferten und sich gegenseitig beschuldigten (soviel jedenfalls konnten wir verstehen), blieben wir Touristen mucksmäuschenstill und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Alles, natürlich, auf offenem Meer. Und wir warteten und warteten. Nach etwa einer halben Stunde kam ein zweites Boot und brachte uns schliesslich zurück in den Hafen – die Stimmung war natürlich längst nicht mehr so bombastisch wie zu Beginn des Trips… 😉

Die Schildkröten-Tour war der Schlusspunkt auf unserer Panama-Reise und es ging zurück nach Costa Rica. Dort planten wir einen kurzen Zwischenstopp in Puerto Viejo und in der Casa Blanca bevor wir weiter nach Nicaragua reisen wollten.
Den Grenzübertritt nach Costa Rica meisterten wir ganz locker mit den lokalen Bussen und ein bisschen umsteigen. Und wir waren richtig froh, dass wir unser altes E-Ticket „manipuliert“ hatten und damit einen gefälschten Flug nach New York vorweisen konnten – denn ohne Ausreiseticket darf man in Costa Rica nicht einreisen… Immerhin ersparten wir uns so den Kauf eines Bustickets zurück nach Panama.

Der Schluss ist schnell erzählt (für einmal): Puerto Viejo war ganz nett, halt ein Surferdorf und der Strand längst nicht so eindrucksvoll wie anderswo – gut, es geht ja auch nicht um den Strand, sondern um die perfekte Welle… Der Bus brachte uns tags darauf nach San Jose und dort wurden wir wieder „standesgemäss“ vom „Privatshuttle“ abgeholt und auf dem schnellsten Weg in die Casa Blanca gebracht. Waschen, Erholen, Schlafen war angesagt – und einfach alles war mal wieder in „deluxe“ – so schööön!

Und während ich euch so schön von Panama erzähle, haben wir in der Zwischenzeit auch unsere Flüge nach Hause gebucht: Abflug New York, Ankunft Zürich am 1.9.2011. Juhuuuu, wir kommen heim!

Das ganze Buchungsprozedere ist übrigens auch eine Geschichte für sich: dank unserer Vielfliegerei während dem letzten Jahr hatten wir genug Meilen, um den Rückflug damit zu buchen *jupiiii*. Allerdings mussten wir dafür das Miles & More-Büro in Mexiko anrufen. Das taten wir, freitags um 17.30. Um 18 Uhr hatte die nette Dame genau meinen Flug gebucht und erklärte mir, dass nun die Systeme runter gefahren würden und sie in ihr wohlverdientes Wochenende gehen würde. Am Montag hätte sie dann Zeit, Sara’s Ticket zu buchen. Ha! Bis dahin sollte noch ein Platz frei sein??? Wir zweifelten, ja, verzweifelten fast und somit war es mal wieder Zeit für ein bisschen Unterstützung von unseren Freunden in der Schweiz (denn das Mile & More-Büro in Zürich hatte auch Samstags geöffnet) Und siehe da, das Heinzelmännchen machte es möglich und auch Sara’s Flug war gebucht. Puuuh, uns fiel ein Stein vom Herzen! Und das sind die hard Facts: Anstatt für einen indirekten Flug mit Air Berlin (über Düsseldorf) zweimal 600.- Euro oder für den Direktflug mit der Swiss zweimal 2650.- USD zu bezahlen, haben wir nun unseren Flug für 30’000 Meilen und rund 80.- Franken Taxen pro Nase bekommen – phänomal, nicht? Wir jedenfalls waren mega-happy!

So. Als nächstes gibt es dann mehr von Nicaragua.

Wir sind mittlerweile bereits in den Bay of Islands gelandet, den karibischen Inseln von Honduras. Geniessen das süsse Nichtstun und die Vorzüge von netten Mitbewohnern: Rachel & Dom aus England, wir haben sie auf der Busfahrt kennen gelernt, teilen ein Appartment am Strand mit uns und wir kommen in den Genuss von Rachels Kochkünsten 😀 *mmmhhh* Aber mehr wird noch nicht verraten!

Ganz liebi Grüess und bis bald!
Sara und Tanja



Costa Rica

7 07 2011

4.6.2011-23.6.2011

Für Costa Rica hatten wir genau gar nichts vor, ausser bei meinen Eltern zu entspannen und dann mal zu gucken wie weiter – oder auch nicht. Ausserdem freuten wir uns, dass auch mein Schwesterherz noch für ein paar Tage da war, es gab also ein grosses Wiedersehen! 🙂

Unser Flug nach San Jose war ein echtes Erlebnis und toppte wirklich alles, was wir bisher erlebt hatten – aber mehr dazu am Ende, wollen wir doch zuerst einfach mal unseren Aufenthalt in Costa Rica würdigen.

Kaum kamen wir in San Jose an, begann schon unser Wohlfühlprogramm, denn es war bereits alles organisiert und lief wie am Schnürchen: wir wurden am Flughafen abgeholt, sicher ins Casa Leon zu Patrick gebracht, dort lagen bereits die Tickets für unsere Busreise am nächsten Tag nach Santa Cruz und in Santa Cruz angekommen, wurden wir vom „Herrn des Hauses“ im „Private Shuttle“ abgeholt. So waren wir keine 24 Stunden später bereits „zu Hause“ in der Casa Blanca bei San Juanillo (oder Nosara) auf der Nicoya Halbinsel bei meinen Eltern. Wow, wir mussten uns um praktisch nichts kümmern, ein echtes Novum auf unserer Weltreise!

Die Tage verflogen mit Nichts- bzw. Wenig-Tun: Schlafen, Lesen, Essen, Erzählen und Zuhören, wie das Leben hier „am andern Ende der Welt“ so ist. Und dazwischen unternahmen wir Halbtages- und Tagesausflüge zu den Highlights in der Umgebung der Nicoya Peninsula:

  • Strandspaziergänge an den nahen Beaches
  • nach Tamarindo zum Beachkafi, Glacé und Lädele
  • zur Playa Samara zum Käffele
  • ins Café de Paris von Nosara zum echten Schweizer Schoggigipfel
  • ins Soda von Allison in San Juanillo zu echten peruanischen Nachos
  • und natürlich ins nahe Luna Azul auf der gleichen Finca zum Lomito (endlich mal wieder ein feines Stück Fleisch!).

Und wenn wir nicht unterwegs waren, machten wir uns auf zu Spaziergängen in die Hügel der Finca, meist begleitet von Negro und Guapa. An den beiden tobten wir unseren Befehlston aus und verdonnerten sie zu „bei-Fuss“-Märschen. Nur das mit dem Stäckli-Apportieren wollte den beiden nicht so wirklich einleuchten…

Ansonsten genossen wir die Ruhe, den Ausblick, den Pool und tolle Sonnenuntergänge. Und natürlich Costa Rica als Naturparadies: Morgens wurden wir von brüllenden Affen oder den übermütigen Hunden vor der Tür geweckt. Zur Happy Hour begleitete uns ein Zwitscherkonzert der Papageien. Und abends beobachteten wir die hüpfenden Kröten – und all das andere unliebsame Ungetier… 😉 Hach ja, es war einfach wunderbar!

So verstrich die Zeit und es kam der Tag, an dem unser Flug nach New York ohne uns ging und die Verlängerung unserer Weltreise plötzlich Tatsache war. Aber wohin nur wollten wir weiterreisen? Hoch, nach Nicaragua und weiter? Oder südlich nach Panama und dann weiter nach Südamerika? Oder doch noch ein paar Orte in Costa Rica anschauen, sozusagen auf gut Glück, denn in der Regenzeit muss man hier nicht viel wollen?
Es brauchte einige Zeit, bis wir wirklich wussten, was wir wollten, nämlich entlang des Pan-American Highways zu reisen (Highway No.1, dem wir schon in Kalifornien gefolgt sind): Zuerst südlich nach Panama, dann wieder hoch und weiter nach Nicaragua und Honduras und schliesslich mit einem Heimflug aus New York. Guatemala, Belize oder Mexiko sind weitere Optionen, je nach Lust und Zeit – mal luege.

So hiess es bald schon Abschiednehmen, leider. Zumindest temporär, denn auf dem Weg von Panama nach Nicaragua geht’s nochmals durch Costa Rica, also wer weiss?

Unser erster Stopp nach unserer Abreise aus der Casa Blanca führte uns wieder ins Casa Leon in San Jose und am anderen Tag wartete der Direktbus nach David in Panama auf uns. Wie es wohl werden würde? Wieder mit öffentlichen Bussen reisen, wie in Afrika und Asien. Wieder besonders auf unsere 7 Sachen Achtgeben. Wieder eine Sprache, die wir nicht sprechen. Backpacker und Hostels zur Übernachtung. Kurz: wir waren gespannt! Und freuten uns vor allem auf das Land und die Leute.

So, aber jetzt genug verraten, alles andere zu Panama dann in unserem nächsten Bericht.

Cheers!
Sara und Tanja


PS:
Ja, die Geschichte von unserem Flug von Los Angeles nach San Jose haben wir euch ja noch versprochen. Here we go:

Früh morgens machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, viel zu früh eigentlich, aber der Shuttlebus vom Motel ging halt nur zur vollen Stunde. Mit gaaaanz viel Zeit kamen wir also im LAX an und suchten uns den Checkin-Schalter von US Airways – und das Theater konnte beginnen!

Es gab nur den Self-Checkin, und jeweils hinter zwei solcher Apparate stand eine Dame von US Airways zur Unterstützung. Zusammen schafften wir schliesslich die ersten Hürden, und dann sagte uns der Apparat plötzlich, er könne uns wegen des internationalen Fluges nicht einchecken, wir sollten uns Hilfe holen. Ha! Die Dame war eine echte Hilfe: wir sollten einfach nochmals von vorne anfangen – ha! Also dann nochmals von vorne. Und, nein wirklich, es kam wieder die gleiche Meldung. Wer hätte das gedacht? Etwas mürrisch kümmerte sich nun also die Dame persönlich um unser „Problem“ und checkte uns ein. Perfekt!

Bis sie von Sara die Kreditkarte wollte. Wofür bitte? Wir hätten Gepäck und das koste 25.- US Dollar pro Stück. Wir dachten, wir hätten uns verhört. Hatten wir nicht. Sie bestand darauf. Wie bitte? Ja, das sei schon seit 4 Jahre bei US Airways so. Nur auf Flüge nach Europa müsse man für das Gepäck nicht bezahlen. Wir konnten es nicht glauben. Und waren gar nicht zahlungswillig. Aber diskussionsfreudig, was sie gar nicht toll fand. Wir hätten ein Round-the-World-Ticket, seien seit einem Jahr unterwegs und dies wäre die erste Airline, bei der wir für unser Gepäck bezahlen müssten. Das könne doch nicht wahr sein, schon gar nicht für den Preis, denn wir bezahlt hätten! Doch, so sei das. Es ging hin und her zwischen uns. Schliesslich sagten wir, wo bzw. bei wem wir eine „Complaint“, eine Beschwerde, deponieren können. Sofort war sie weg und kam mit einem Zettel wieder, auf dem Stand eine E-Mail-Adresse, an welche wir uns wenden könnten. Nein, ganz und gar nicht, erwiderten wir, das komme nicht in Frage, schliesslich seien wir anschliessend ausser Landes und bekämen eine Standard-Antwort und damit würde sich nichts ändern. Ob wir mit ihrem Supervisor sprechen wollten? Ja, bitte, das wollten wir unbedingt! Das würde aber gar nichts daran ändern, dass wir fürs Gepäck bezahlen müssten, meinte sie. Also wirklich freundlich, die Dame!
Während sie ihren Vorgesetzten also holte, war für uns klar, dass wenn wir schon bezahlen müssen, wir dann auch ordentlich reklamieren wollten – schliesslich hatten wir ja auch genug Zeit, hehe. Und schon kam ihr Supervisor und erkundigte sich lächelnd, was das Problem sei? Nun, erwiderten wir, wir sollten für unser Gepäck bezahlen und das könne ja wohl nur ein Witz sein. Nein, gar nicht, meinte er, das sei genauso. Also fingen wir wieder mit der Diskussion an: RTW-Ticket, blablabla und er könne doch wohl nicht ernsthaft erwarten, dass wir ohne Gepäck um die Welt reisen? Hmm, RTW-Ticket, das sei natürlich was anderes, er wolle mal schnell ein Blick auf unser Ticket werfen… Ahja, doch noch? War uns ja gaaaanz neu! Der Dame nicht, sie meinte zu ihm, sie hätte bereits alles gecheckt und wir müssten bezahlen. Es ging hin und her zwischen den beiden, wir warteten geduldig und siehe da: plötzlich ging es doch tatsächlich auch ohne Zahlen. Selbstverständlich, gar kein Problem – und eingecheckt waren wir! Endlich 🙂
Wir bekamen unsere Boardingkarten und mussten jetzt unser Gepäck zum X-Ray tragen und dort aufgeben. Bitte? Wir waren wieder irritiert. Noch ein Witz? Nein, auch das meinten sie ernst. Super Kundenservice, wir waren begeistert… Also schleppten wir unser Gepäck zum X-Ray, schliesslich wollten wir ja auch, dass es mit uns fliegt 😉 Mit der Lady von der Abfertigung unterhielten wir uns darüber etwas länger und erfuhren dabei, dass jeder Passagier sein Gepäckstück seit 09/11 selbst aufgeben musste. Aha. Amerika eben… Und ob denn US Airways eine Billig-Airline sei, denn wir hätten beinahe für unser Gepäck bezahlen müssen? Nein, im Gegenteil meinte sie, es sei eine der teuersten! Unglaublich. Und es ging weiter…

… als nächstes zum Securitycheck. Spätestens seit Rarotonga wussten wir, dass auch dieser Gang kein einfacher und unkomplizierter werden würde… Aber was wir da erlebten, war auch wieder ein Erlebnis für sich: Natürlich gab es die modernen Dinger da, die einem durchleuchteten und nackt zeigten – allerdings mit einem Filter drüber, also nicht ganz nackt. Stillgestanden für 9 Sekunden und warten, bis man sich entfernen durfte. Endlich durch, wollten wir uns gerade unsere sieben Sachen packen, als plötzlich alle Sicherheitsleute zu rufen begannen und alle, aber wirklich alle, stillzustehen hatten. Auch der ältere Herr, der doch so dringend sein Buch einpacken wollte und die Lady von der Putzkolonne, die lieber den Kübel leerte. Beide verursachten eine ganz schöne Aufregung, bis sie sich endlich nicht mehr bewegten. Wir warteten und warteten, durften uns nicht rühren und schauten uns ungläubig an. Bis dann irgendein Typ rief, dass wir uns wieder bewegen dürften und er uns für unsere Kooperation danke. Und alle Sicherheitsleute riefen wieder im Chor irgendwas. Wo nur waren wir hier rein geraten? Es klang wie eine Teambuilding-Massnahme! Wir konnten kaum glauben wie uns geschah und setzten uns erstmal in die nächste Bar zum jetzt wirklich wohlverdienten Morgenkaffee. Viel Zeit dafür blieb uns nicht mehr, bald schon war Zeit zum boarden. Von wegen viel zu früh und so…

Und wie wir also ins Flugi einstiegen und auf unsere Boardingkarten schauten, die nächste Überraschung: wir sitzen gar nicht zusammen! Gibt’s denn das? Unglaublich, haben die es doch wirklich geschafft, dass wir ca. 10 Reihen auseinander sitzen durften!
In diesem Stile ging es weiter: beim Umsteigen in Phoenix war nix mit trödeln, nein, kaum waren wir ausgestiegen, wurden wir schon aufgerufen, uns sofort beim Boarding-Gate zu melden. Und schon galt es wieder: in den Flieger nach San Jose einsteigen. Kaum drin mussten wir feststellen, dass wir aufs Essen vergebens warten können – es sei denn, wir bezahlen dafür (mit Kreditkarte, wohlgemerkt, mit Cash ging gar nichts…). Tja, so schlürften wir halt Kaffee und Cola gratis. Und waren vollends konsterniert.

Unser Urteil haben wir auch gefällt: das war die mit Abstand schlechteste Airline in unserem Round-the-World-Ticket! Es war ja nicht so, dass wir einen ultra-günstigen Flug gebucht hätten und uns dann über solche fehlenden Extras wundern. Nein, wir sprechen hier von einer Airline die zur Star Alliance gehört! *pffff*



USA – Kalifornien

30 06 2011

22.5.2011-3.6.2011

Auf dem Flug nach Los Angeles haben wir vor allem eines: gefroren! Wir schlotterten in unseren durchnässten Kleidern und wickelten uns in alle Decken, die wir kriegen konnten, tranken Tee und Kaffee und guckten uns, wie immer, durchs aktuelle Kinoprogramm 🙂

Unseren Plan für die USA hatten wir schon lange gemacht und es war einer der kürzesten und unkompliziertesten seit ewig, weil wir ja vor drei Jahren bereits einmal hier waren. Wir wollten einfach durch Kalifornien gondeln nach dem Motto „Verpasstes nachholen, Angenehmes wiederholen und ansonsten einfach geniessen“.
Konkret also: Mietauto mieten und ab nach Las Vegas, dann hoch nach San Francisco, ein Abstecher ins Napa Valley mit Winetasting (was sonst?) und anschliessend dem Highway No. 1 der Küste entlang runter zurück nach Los Angeles gondeln. Falls wir alles in einer Woche schaffen sollten: fein. Falls nicht: dann bleiben wir halt länger 🙂

Und so waren wir also kaum aus dem Flieger schon on the road nach Vegas! Dort angekommen suchten wir uns eine Unterkunft und landeten schliesslich im Motel6, gleich neben dem Strip und vis-à-vis vom MGM. Endlich gab es wieder ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis – wir waren immer noch Australien-geschädigt… Also: ordentliches Zimmer, eigenes Bad, grosser TV mit allen Kanälen, günstiges Internet, Parkplatz, bezahlbares Benzin, schönes Auto mit einem anständigen Verbrauch – ja, bitte, so soll’s doch immer sein!

Und Las Vegas, hehe, was sollen wir schon gross sagen? Aus zwei Nächten wurden schnell mal vier, denn wir wollten unbedingt an die Wassershow „O“ vom Cirque de Soleil. In den anderen Nächten wanderten wir den Strip rauf und runter und liessen uns nichts entgehen: von den Wasserspielen im Bellagio, zu den Vulkanen vom Mirage, zur Piratenshow im Treasure Island, über Venezia wieder zurück und dem obligaten Abstecher zum Forum im Ceasars. Tagsüber war schlafen angesagt, erholen – oder shoppen in den Outlets. Jedenfalls, wir konsumierten den Kitsch mit viel Genuss und ganz entspannt und freuten uns einfach, nach dem einfachen Inselleben und den Monaten im Camper mal wieder ganz anders unterwegs zu sein. Übrigens, „O“ war grossartig! Und das Buffet zum Abendessen davor auch 😉

In einer 10-Stunden-Fahrt rasten wir dann nach San Francisco, mitten ins Castro-Viertel. Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen von Shoppen, einmal mehr – es war gerade Ausverkauf… und Sightseeing. Und natürlich durfte der Besuch von Alcatraz nicht fehlen! Ja eben, wir liessen es uns gut gehen 🙂

Unser Tag im Napa Valley war dann dafür enttäuschend: für jedes Winetasting musste man bezahlen (und zwar ordentlich!) – da waren wir uns doch von Südafrika, Australien und Neuseeland ganz anderes gewohnt. Und wenn wir uns dann fürs Degustieren entschieden, dann war die Unterhaltung mit dem ausgebildeten Weinpersonal längstens nicht so informativ, amüsant und unterhaltsam wie … eben anderswo auf der Welt. So hielten wir es eher knapp, schauten uns vor allem die schönen Weingüter von aussen an und deckten uns hauptsächlich bei der Winery V. Sattui (www.vsattui.com) mit Wein und Käse und leckerem Brot ein – mmmhhh!

Nach dem Napa Valley gingen wir weiter, ab an die Küste! Wir waren voller Vorfreude auf die wunderschöne Küstenlandschaft entlang dem Highway No. 1, auf Carmel und Big Sur und und und – doch da machte uns die Natur einen weiteren Strich durch die Rechnung: wegen einem Erdrutsch (nach viel Regen, was sonst?) war die Küstenstrasse nicht durchgängig befahrbar 🙁 ausgerechnet ab Carmel war sie gesperrt, also nix schöne Küstenstrasse, nix Big Sur. Wir waren untröstlich!

So blieb es bei einem Spaziergang durch Carmel, einem Abstecher nach Cambria mit feinem Essen bei Meersicht und einem anschliessend richtig tollen Sonnenuntergang! Danach fuhren wir ziemlich direkt nach Santa Barbara, unserem letzten Stopp vor LA. Dort erwartete uns schon Chuck (wir lernten ihn und Terry in Australien kennen) und machte mit uns eine richtige Sightseeing-Tour durch „seine“ Stadt. Richtig schön war’s!

Tja, und dann ging’s noch am gleichen Abend weiter nach Los Angeles mit den einzigen drei Programmpunkten für den letzten Tag: Zuerst morgens ganz früh Rogers Halbfinal gucken (gegen Djokovic am French Open), das machten wir in einer Sportsbar in Venice Beach. Dann ein Paket mit unseren „Winterkleidern“ von Neuseeland und anderem Klimbim heimschicken – dafür brauchten wir doch sage und schreibe anderthalb Stunden!! Und anschliessend unser Auto zurückgeben und den Abend im Motel ausklingen lassen.

… und schon war unsere kleine 14-tägige Rundreise in Kalifornien wieder Geschichte!

Hach, es war einfach herrlich entspannt und wir genossen jeden Tag sehr – so stellen wir uns unkompliziertes und einfaches Reisen vor! 🙂

Ganz liebi Grüess
Sara und Tanja